Mein Weg zur Tragemama

Nach der Geburt meiner Tochter im November 2013 wurde mein Leben von diesem kleinen süßen Wesen ganz schön auf den Kopf gestellt. Sofort machte sie mir klar, wer nun das Sagen hat! Lautstark überzeugte sie mich, dass es nicht schön ist alleine rumzuliegen oder im Kinderwagen durch die noch so wunderschöne Landschaft zu fahren.

Mama wollte aber auch mal die Hände frei haben und nicht nur die kleine Maus auf dem Arm tragen. Zu mal dieses sehr hinderlich war, ob beim essen machen, Staubsaugen, aufräumen, einkaufen oder mit dem Hund spazieren gehen. Und meine Arme wurden schon immer länger. Zum Glück hatte ich schon vor der Geburt eine super moderne Tragehilfe gekauft. Doch beim anlegen versank meine Tochter sofort darin.

Da hatte meine Hebamme die Lösung: ein Tragetuch musste her. Widerwillig machte ich die nächste teure Anschaffung und schaute mir Internetvideos an, um die 5,40m lange Tuchbahn zu bändigen. Doch was soll ich sagen, kaum war meine Tochter im Tuch war sie ruhig und schlief ein. Es war wie ein Wunder. Ich bekam eine ganz neue Freiheit und zu dem war dieses Gefühl so wunderschön. Auch bei Papa wirkte das Zaubertuch sofort. Der Kinderwagen wurde von nun an zum Transport von Tragetüchern verwendet und später fast wie neu verkauft. Mir war es wichtig mein Kind richtig zu tragen und so machte ich eine Trageberatung, die mir zeigte auf was es beim Binden ankommt. Zudem stellte sich heraus, dass die vor Geburt angeschaffte Tragehilfe überhaupt nicht zu uns passte.

Meine allererste Wickelkreuztrage, vor der Trageberatung 😉

012014 154

Heute kann ich mir ein Leben ohne Tragetuch, RingSling und passende Tragehilfe nicht mehr vorstellen. Ich frage mich was diejenigen machen, ohne diese Zaubermittel, wenn ihr Kind nicht schlafen kann, krank ist, zahnt oder einfach die ganze Zeit auf dem Arm kuscheln möchte….

Im September 2014 machte ich die Ausbildung zur Trageberaterin an der Trageschule Hamburg. Mein Ziel ist es den Eltern diese wundervolle, natürliche, hilfreiche und doch so einfache Weise, seinem Kind nah zu sein und zu spüren, näher zu bringen.

Advertisements